Landessportzentrum

Schwimmen © Laura Letrari
Schwimmen © Laura Letrari

Über die Einrichtung eines Landessportzentrums in Südtirol wird schon seit den 2000er Jahren diskutiert. Aufgrund der Uneinigkeit hinsichtlich des Standortes und aufgrund der hohen Errichtungskosten sowie der vermutlich damit verbundenen Betriebskosten wurde es bis heute jedoch nicht verwirklicht und die entsprechenden inhaltlichen Aspekte wurden nicht vertieft.

2017 hat die Landesregierung einen Tisch des Sports eingerichtet, der sich mit dem Thema befasst hat. Im Rahmen dieses Tisches wurde das Institut für Sportwissenschaft der Universität Innsbruck beauftragt, einen aktuellen Status- und Optionen-Bericht zu erstellen.

Die Landesregierung hat folgende Stellungnahme dazu abgegeben:

  • Das Landessportzentrum ist als Dienstleistungseinrichtung für den Südtiroler Leistungs- und Nachwuchssport zu verstehen, mit Schwerpunkten in den Bereichen Sportmedizin, Sportpsychologie,  sowie Aus- und Fortbildung von Trainerinnen sowie Trainern und Funktionärinnen sowie Funktionären.
  • Die bestehenden Dienstleistungen und Einrichtungen in diesen Bereichen sind zu optimieren und zu vernetzen. Bei Bedarf können sie punktuell ausgebaut werden.
  • Diese Dienstleistungen werden in einer zentralen Stelle koordiniert und organisiert. Nach der Verortung kann diese Zentrale um eventuell fehlende Infrastrukturen erweitert werden.
  • Unter Berücksichtigung der Modelle "Trainings- Wettkampf und Schulungszentrum für Sport", "Vernetztes Sportzentrum" und "Kompetenzzentrum Sport" soll ein konkreter Konzeptvorschlag ausgearbeitet werden, welcher erneut der Landesregierung vorgelegt wird.
  • Trotz der aktuellen finanziellen Engpässe soll in das Landessportzentrum investiert werden, wobei der Fokus auf die Software, d.h. auf Dienstleistungen und Ausbildung, und nicht auf die Hardware, d.h. auf Sportanlagen, liegt.

Anhand des Berichtes hat das Unternehmen ROI Team Consultant im Auftrag des Landes ein Betriebskonzept mit folgender Zielsetzung ausgearbeitet:

  • „Kaderschmiede“ und ganzheitliche Betreuung für Leistungssportlerinnen und -sportler, wobei deren Bedürfnisse im Mittelpunkt stehen;
  • Innovatives Servicezentrum mit sehr hohem Qualitätsanspruch (Köpfe, Angebot, Organisation, Technologie);
  • Netzwerk, Austausch und Internationalisierung;
  • Integration, Optimierung und Entwicklung bestehender Strukturen, Dienste und Angebote;
  • Entwicklung und Errichtung einer zentralen Struktur für die Servicebedürfnisse (Groß- bzw. Mehrraumturnhalle, Nebenräume für medizinische Räume, usw.).

Ein sich integrierendes Angebot

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